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BASTA 2016

Was ist Dublin?

"Dublin" war der Codename für den .NET-basierten Anwendungserver "AppFabric", der eine Erweiterung zu Internet Information Server (IIS) und dem Windows Activation Service (WAS). Dublin dient der Bereitstellung (dem "Hosting") von Diensten auf Basis der Windows Communication Foundation (WCF) und Workflows auf Basis der Windows Workflow Foundation (WF). Dublin schließt damit eine wesentliche Lücke im Gesamtkonzept von .NET, in dem es bisher keinen eigenen Anwendungsserver gab.

Erste Ankündigung: 1.10.2008 (http://blogs.msdn.com/stevemar/archive/2008/10/01/the-road-to-pdc-net-framework-4-0-and-dublin.aspx)
Erste öffentliche Vorstellung: PDC 2008 (27.10.2008)
Erschienen als "AppFabric"

Hintergrundinfo

Mit einem eigenen .NET-basierten Anwendungsserver unter dem Codenamen "Dublin" liefert Microsoft einen seit langem fehlenden Baustein in der .NET-Strategie nach.

Auf der PDC 2008 stellte Microsoft erstmals den Anwendungsserver "Dublin" vor, der die Bereitstellung ("Hosting") von Diensten auf Basis der Windows Communication Foundation (WCF) und Workflows auf Basis der Windows Workflow Foundation (WF) ermöglicht. Während es in der Java-Enterprise-Welt schon von Beginn an dedizierte "Application Server"-Produkte zur Bereitstellung von Diensten in verteilten System gab, bot Microsoft lange Zeit nur den rein HTTP-fähigen Internet Information Server und den veralterten COM+ Application Server an. Mit dem Internet Information Server 7.0 in Windows Vista und Windows Server 2008 öffnete Microsoft den IIS zwar unter dem Titel Windows Activation Service (WAS) für andere Protokolle wie TCP und Named Pipes, blieb jedoch Funktionen zur Verwaltung und Überwachung schuldig.

"Dublin", das diese Lücke schließt, ist implementiert als eine Erweiterung zum Internet Information Server (IIS). Dublin kümmert sich um den Start von Diensten und den Neustart im Fehlerfall, die Persistierung und Überwachung von Workflows sowie das regelbasierte Weiterleiten von eingehenden Nachrichten an verschiedene Dienste auf Basis ihres Inhalts.

Als Verwaltungswerkzeuge stehen PowerShell-Commandlets und eine grafische Benutzeroberfläche, die sich in die IIS-Verwaltungskonsole integriert, zur Verfügung. Wie bei der Verwaltungskonsole des Exchange Server 2007 erstmals gezeigt, stehen die Commandlets im Mittelpunkt und die grafische Benutzeroberfläche basiert auf diesen Commandlets.

Die Konsole erlaubt den Import/Export von Diensten und die Konfiguration von Datenbankanbindung und Überwachungsfunktionen. Sowohl aktive und persistierte Instanzen sind in der Konsole sichtbar. Die Persistenzunterstützung verlangt einen Microsoft SQL Server. Die aus COM+ bekannte Transaktionsunterstützung ist in "Dublin" zunächst nicht enthalten. Produktmanager Dan Esher verweist hier auf die im .NET Framework vorhandene Unterstützung in System.Transactions.

"Dublin" sieht Microsoft nicht als Teil des .NET Framework an, sondern des Windows-Betriebssystems. Erscheinen soll "Dublin" kurz nach dem .NET Framework 4.0 als Erweiterung zu Windows Vista und Windows Server 2008. In zukünftigen Betriebssystemen soll "Dublin" direkt enthalten sein. Ob dies auch schon für Windows 7 zutrifft, hängt von dem Zeitplan zum Erscheinen von Windows 7 ab, der noch nicht feststeht.

Teilnehmer der Vorstellung von "Dublin" stellten sich die Frage, ob "Dublin" den Microsoft Biztalk Server ersetzen wird. Dies beantwortete Produktmanager Dan Esher: "Es gibt Gemeinsamkeit von Biztalk und Dublin. Wir versuchen aber wirklich nicht, einen neuen Integrationsserver zu schreiben. Man müsste eine Menge selbst implementieren, ob die Funktionalität von Biztalk in Dublin zu erreichen". Biztalk und Dublin haben Gemeinsamkeit hinsichtlich der Bereitstellung von Diensten. Dublin bietet aber weder EDI-Adapter noch die Abbildungsfunktionen für Daten- und Nachrichtenformate. Laut Microsoft-Insider David Chappell ist jedoch zu erwarten à http://msdn.microsoft.com/en-us/library/dd200919.aspx, dass nächste Version von Biztalk Server auf "Dublin" aufsetzen wird.

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